Glossar zum Thema Systemische Aufstellungen

Die Stellvertreterinnen

Die Stellvertreter der involvierten Personen einer Systemischen Aufstellung - Aufstellungsarbeit, Familienstellen, Familienaufstellung, Persönlichkeitsaufstell , Organisationsaufstellung und Strukturaufstellung - ch-aufstellungen - www.ch-aufstellungen.ch

Die Aufgabe der Stellvertreterinnen

Vorkenntnisse - Um als Stellvertrerin ein Familienmitglied, eine andere involvierte Person oder ein Begriff zu repräsentieren, sind keine Übung oder Vorkenntnisse erforderlich. Die Erfahrung der „Stellvertretung“ kann auch für die Stellvertreterin eine grosse Bereicherung sein, da sich ihr oft Erkenntnisse zum eigenen Lebensgeschehen eröffnen bis hin zu positiven Impulsen auf das eigene System.

Die Person die in der Aufstellung als Stellvertreterin mitwirken soll, wird zu Beginn der jeweiligen Aufstellung von der Klientin aus dem Teilnehmerkreis ausgewählt und angefragt ob sie sich für eine Stellvertretung zur Verfügung stellen will. Sollte sich eine Teilnehmerin in der ihr zugedachten Stellvertretung unwohl oder befangenen fühlen, kann sie für diese Aufstellung in Ausstand treten.

Die Hauptaufgaben der Stellvertreterin in einer Aufstellung.

  • Sie repräsetiert nicht anwesende Personen oder abstrakte Begriffe aus dem System der Klientin.
  • Sie wirkt als „Resonanzgefäss“ (als Empfänger und Wiedergabemedium) für die repräsentative Fremdwahrnehmung zu der Person / Begriff die Sie vertritt.
  • Sie nimmt eine räumliche Position im aufgestellten System oder der Struktur ein.

Was ist Aufgabe der Stellvertreterin - Über die Stellvertreterin manifestiert das aufgestellte System (z. Bsp. Familiensystem) seine inneren Dynamiken, Verstrickungen und Dissonanzen. Bei der systemischen Aufstellung werden die realen Menschen der Systeme durch sogenannte StellvertreterInnen repräsentiert. Als Stellvertreterin fungiert eine fremde Personen die mit dem System der Klientin in keiner Beziehung steht. Dadurch ist weitgehend gewährleistet, dass ihre Wahrnehmung „neutral“ ist. Sie ist weder mit den typischen Verhaltensmuster der Person im System verbunden, noch hat sie ein Interesse, bequeme aber leider destruktive Beziehungsmuster aufrecht zu erhalten.

Die Stellvertreterin steht auch vertretend für die verschiedensten „abstrakten“ Begriffe wie z. Bsp. Krankheit, Körpersysteme, Entscheidungsstrukturen, Ziele, Ressourcen, Entscheidungsvarianten, etc. Sie dient als "Resonanzkörper" für das „Empfangen“ und die Wiedergabe der Systeminformationen. Die Stellvertreterin „empfängt“ die Informationen aus dem „Systemgedächtnis“ und gibt sie als "Resonanzkörper" durch Ihre Befindlichkeit wieder. Der Aufstellungsleiter befragt die Stellvertreterin zu Ihrer Befindlichkeit. Durch ihre Aussagen und Reaktionen werden die Interna des Systems für die Lösungsfindung zugänglich. Die Informationen bestehen aus Gefühlen, Emotionen und dem „Wissen“ auf der körperlichen und mentalen Ebene. Die Informationen können sich als Anspannung, Beklemmung, Angst, Bedrohung, Schwäche, Machtgefühl, Zuneigung, Liebe, Euphorie, Ablehnung, Anziehung, Abstossung, Gefühl der Ausgrenzung, Ärger, Wut, Verwirrung, etc. äussern. Auch über die Körpersprache, durch die Körperhaltung, dem Gesichtsausdruck, der Stimme, der Gesichtsfarbe, etc. oder durch körperliche Symptome wie: Herzklopfen, Zittern, Engegefühl, …, werden Informationen und Tendenzen sichtbar.

Mit diesen Informationen wird durch die Aufstellungs­leiterin die Beziehungsstruktur (über die räumliche Veränderung der Position und den "Kommunikationsfluss") über mehrere Schritte hinweg so verändert, dass eine "Harmonisierung" im betroffenen System eintritt.

Es ist immer wieder verblüffend, wie frappant zutreffend die Stellvertreterin die Geschichte der ihr völlig fremden Person darstellt. Sie empfindet und verhält sich in diesem Moment wie die wirklich betroffenen Person.

Dazu ein Beispiel aus der Aufstellungspraxis zur Illustration: Bei einer Aufstellung nimmt eine Stellvertreterin nach etwa 5 Minuten, nach der Einnahme ihrer Position, einen starken, schmerzhaften Druck in der Herzregion war. Nach der Aufstellung stellte sich heraus, dass die vertretene Person (der Vater der Klientin) mehrere Jahre an einem akuten Herzproblem gelitten hatte und letztendlich auch daran gestorben ist. Der Fakt der Herzerkrankung des Vater wurde werder vor, noch in der Aufstellung thematisiert.


Wir suchen Personen die sich als Stellvertreterinnen und Stellvertreter für unsere systemischen Aufstellungen zur Verfügung stellen.
Es besteht keine feste Teilnahmepflicht. Verbindlich sind nur zugesagte Termine.

Sie wollen mehr darüber wissen, nachfolgend finden finden Sie mehr Informationen.

Voraussetzungen für StellvertreterInnen

Sie sind älter als 18 Jahre und haben die Bereitschaft sich dem Geschehen zu öffnen. Sie sind psychisch belastbar und sind zurzeit (in den letzten 6 Monaten) in keiner psychiatrischen oder psychotherapeutischen Behandlung und nehmen zurzeit keine Psychopharmaka und oder bewusstseinsverändernde Drogen. 

Sie sind bereit eine Verschwiegenheitserklärung betreffen den Inhalten und den Klienten der Aufstellungen zu unterzeichnen.

Kosten & Zeitaufwand

Kosten keine. Der Zeitaufwand beträgt jeweils ein Tag.

Das Einladungsverfahren

Das Einladungsverfahren: Sie erhalten ca. 2- 3 Wochen vor der Aufstellung per E-Mail eine Einladung mit den Daten. Wer teilnehmen will bestätigt seine Teilnahme. Bei Nichtteilnahme brauchen sie nicht zu reagieren.

Wenn Sie sich angemeldet haben, besteht im Verhinderungsfall eine Abmeldepflicht!

» Zur Anmeldung im Stellvertreter-Pool.
» Zur Abmeldung im Stellvertrete-Pool.


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